Auslandspraktikum als MaTSE – Dann ging doch alles sehr schnell

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Nachdem die Bewerbung zum Förderungsprogramm im Projekt “lift” zur Finanzierung und Organisation eines Auslandspraktikums für Auszubildende in Dezember stattfand hatte ich nun – 2 Monate später – schon fast die Hoffnung aufgegeben, noch einen Praktikumsplatz zu finden. Beim Förderungsprogramm wurde ich ja bereits angenommen, das Problem bestand in der erfolgreichen Suche eines Platzes in einem spanischen Betrieb.

Problematik bei der Suche eines ausländischen Praktikumsplatzes

Aufgrund meiner festen Bindung zu meinem hiesigen Arbeitsplatz und dem recht engen Zeitraum, in dem die letzten Schritte des Bachelor- und Ausbildungs-Abschlusses vonstatten geht, kann ich mir keinen längeren Zeitraum als die vom Förderungsprogramm vorgegebenen 3 Wochen erlauben. Diese Praktikumsdauer ist wohl das größte Problem bei der Suche eines Praktikumsplatzes, besonders im Ausland.

Ich begann damit, einfache Initiativbewerbungen an interessante Software-Firmen in Spanien zu schicken, einfach mit Anschreiben und ausführlichem Lebenslauf im europass-Standard. Von den ca. 10 Unternehmen, denen ich innerhalb von 3 Tagen geschrieben hatte, meldeten sich immer hin ca. 6 zurück. Jedoch kamen nur Absagen. Die Gründe:

  • Ein Praktikumsplatz für den Zeitraum von 3 Wochen ist nicht zu vergeben
  • Ich solle mich doch bitte über das Standard-Online-Verfahren bewerben (verständlich, jedoch kann man dort auch nur eine Praktikumsdauer von mindestens 3 Monaten anwählen)

Ich denke also der beste Tipp zur eigenständigen Suche eines Platzes ist: Informiere dich darüber, ob dein Ausbildungsbetrieb mit einer Firma in deinem Wunschland kooperiert. Denn ohne irgendeine Verbindung wird es kein Unternehmen auf sich nehmen, sich für lächerliche 3 Wochen um einen Praktikanten zu kümmern.

Frohe Kunde: Praktikumsplatz gefunden!

Valdepeñas, Ciudad Real, España

Meine eigenen Versuche, einen Platz zu finden, waren also vergeblich. Jedoch leistete die Mobilitätsberaterin der IHK ganze Arbeit. Sie ließ jede Menge Connections spielen und schließlich erfolgte über eine ERASMUS-Korrdinationsstelle in Spanien eine Vermittlung an das Unternehmen SAVIA in Valdepeñas, südlich von Madrid. SAVIA entwickelt Softwarelösungen für Personalmanagementprozesse. Mir wurden die Kontaktdaten des Unternehmens zugesendet und Instruktionen zum weiteren Vorgehen erteilt.

Unvermeidbare Bürokratie

Wie das so üblich ist begann darauf das große Unterschriften-Sammeln. Zunächst einmal musste ich mich für ein konkretes Datum entscheiden. Ich entschied mich für die drei Wochen ab dem 26.02.12 (also gerade mal 2,5 Wochen nach Erhalt des Platzes!). Sehr kurzfristig, aber es ging von meiner Seite aus nicht anders. Das bedeutete, dass alles nun sehr schnell gehen muss:

  • Das Datum muss vom Unternehmen endgültig bestätigt werden
  • Diese Bestätigung muss rechtzeitig bei mir ankommen, damit ich den Vertrag unterschreiben und rechtzeitig an das Förderungsprogramm schicken kann, damit dieses die notwendigen Vorkehrungen für die Versicherung einleiten kann
  • Außerdem musste ich mich um Sprachvorbereitungen und Hin- und Rückflug kümmern

Also so mancher Papierkram, aber noch überschaubar. Ich besorgte mir sofort ein Angemessenes Arbeitsbuch zum Spanisch-Lernen und fing an: Bienvenido a España! Natürlich kann man innerhalb von 2,5 Wochen nicht spanisch lernen, aber ich wollte wenigstens die Grundlagen drauf kriegen, damit ich nicht vollkommen nutzlos sein werde.

Sobald ich die endgültige Bestätigung für den Zeitraum bekam (Ende letzter Woche), sendete ich den unterschriebenen Vertrag an das Förderungsprogramm und buchte den Flug.

Als nächste Schritte werde ich direkt Kontakt zum Unternehmen aufnehmen und auf Informationen zu meiner Unterkunft warten.

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