Java Getriebe

Java und NetBeans

Nach Java 9 kommt Java 18.3

Es wurde im August beim Meeting des „JCP Executive Committee“ bereits angedeutet und ist laut einem Blogpost von Oracle Spreche Donald Smith jetzt quasi „offiziell“:

In Zukunft wird es alle halbe Jahr eine neue Version von Java geben.

Der Hintergrund ist, dass große Features wie zuletzt die Lambdas in Java 8 oder das Modulsystem in Java 9 den tatsächlichen Release einer neuen Javaversion immer wieder hinausgezögert haben. Dies soll durch den neuen Zyklus geändert werden. Ein neues Feature soll erst dann in den Hauptzweig von Java kommen, wenn es „fertig“ ist. Nicht früher. Sollte es noch unvollständig sein muss es auf einen späteren Releasezeitpunkt verschoben werden. Alle bis dahin fertigen Funktionen können aber schon veröffentlicht werden ohne auf das „große Ding“ warten zu müssen.

So weit finde ist die Idee gar nicht schlecht. Interessant finde ist aber die Supportseite. Oracle möchte, dass die OpenJDK – die offizielle Referenzimplementierung – die „Haupt JRE“ bei den Anwendern wird. Die „Oracle JRE“ soll für Unternehmen gedacht sein, die sich einen „Long Term Support (LTS)“ wünschen, weil sie nicht so häufig aktualisieren möchten. Als Entwickler von Desktop Anwendungen hört sich das für mich im ersten Moment nach Support Hölle an. Wird es ein Clustering wie in der Android-Welt geben und wird es einen funktionierenden Updatemechanismus wie sie die Browserhersteller aktuell hinbekommen haben?

Wenn ich mir die aktuelle Updatepolitik mancher Firmenkunden anschaue, könnte das eine „interessante“ Zeit werden. Aber vielleicht wird auch einfach das jlink Tool dafür sorgen, dass künftig einfach jede Java-Anwendung automatisch sein eigenes JRE-Süppchen kocht.

Quelle: Java to Move to 6-Monthly Release Cadence