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Auslandspraktikum als MaTSE – Aftermath

This entry is part 6 of 6 in the series Auslandspraktikum als MaTSE

Mein dreiwöchiges Auslandspraktikum in Spanien ist schon wieder vorbei! In diesem letzten Eintrag dieser Serie möchte ich euch ein letztes Fazit liefern sowie ein paar Informationen zur Nachbearbeitung der ganzen Sache.

Letztes Wochenende in Madrid

Nachdem ich mich von allen Kollegen in Freunden in Valdepeñas verabschiedet hatte wartete noch ein letztes großes Ziel auf mich: Madrid!

Ich verbrachte meine zwei letzten Nächte in einem sehr angenehmen Hostel und teilte mein Zimmer mit überaus zuvorkommenden Brasilianern, die mich schon am ersten Abend ins Herz schlossen und zum Essen einluden. Am nächsten Tag machte ich eine kostenlose Stadtrundführung mit, in der ich ein paar der wichtigsten Punkte im Herzen von Madrid zu sehen bekam:

Danach besuchte ich noch das Kunstmuseum del Prado. Ingesamt ein sehr schöner letzter Trip, bevor ich wieder zurückflog ins altbekannte Deutschland.

Nachbearbeitung

Während des Aufenthaltes musste ich darauf achten, alle möglichen Dokumente unterschreiben zu lassen, die nachweisen, dass ich dort tatsächlich gearbeitet habe. Auch musste ich Belege sammeln (Flugbuchung, Kassenbons, etc.), die ebenfalls meine Anwesenheit in Spanien nachweisen. Diese Dokumente musste ich alle gut hüten: Nur mit allen nötigen Nachweisen bekommt man auch die finanzelle Unterstützung! Es müssen also jede Menge Regeln eingehalten werden. Am Ende muss alles zusammen an die LGH geschickt werden und wenn alles erfolgreich war bekommt man eine Teilnahmebescheinigung für das Projekt „lift“.

Das große Fazit

In einem Satz: Ein Auslandspraktikum als MaTSE lohnt sich! Es ist ein sehr wertvolles Erlebnis, aus dem man nur gewinnt. Es bereichtert dich in so vielen Bereichen:

  • Menschlich: Du lernst viele Menschen aus anderen Kulturen kennen und lernst, selbstbewusster und selbstständiger zu sein
  • Sprachlich: Du hast die Möglichkeit, eine neue Sprache direkt aus dem Land heraus kennenzulernen, oder eine bereits bekannte Sprache gut auszubauen
  • Beruflich: Du erfährst von neuen Bereichen, in denen deine beruflichen Fähigkeiten auf die Probe gestellt, ausgebaut oder erweitert werden

Natürlich müssen viele Regeln eingehalten werden und viele Dinge beachtet werden und es gibt Momente, in denen man an dem Sinn von allem zweifelt, aber das ist sehr einfach in Kauf zu nehmen in Anbetracht dessen, was man dafür bekommt!

In 5 Schritten zum Auslandspraktikum als MaTSE

Zu guter Letzt ein Step-By-Step-Mini-Tutorial für den schnellen Einstieg ins Auslandspraktikum, mit den wichtigsten Links und Hinweisen.

  1. Plane 4 Monate im Voraus einen 3-wöchigen Zeitraum ein, in dem du weder Vorlesungen noch andere anwesenheitspflichtige Veranstaltungen oder wichtige Projekte anstehen hast. Ich empfehle als Bewerbungszeitraum Anfang bis Mitte deines 5ten Semesters.
  2. Überprüfe, ob du die Teilnahmevoraussetzungen auf der Startseite von Lift-Einzelstipendien erfüllst.
  3. Rufe bei der Mobilitätsberaterin der IHK Ellen Lenders an und informiere dich darüber, ob noch Stipendien zu vergeben sind. Dadurch baust du bereits ersten Kontakt auf und erhältst erste Informationen zum Ablauf und einen Termin für ein Sensibilisierungsgespräch.
  4. Überlege dir ein Zielland in Europa. Schrecke dabei nicht vor einer unbekannten Sprache zurück. Schaue stattdessen lieber nach einem geeigneten Kurs, z.B. auf der Internetseite der Volkshochschule Aachen.
  5. Nimm an dem obligatorischen Sensibilisierungsgespräch mit der Mobilitätsberaterin der IHK Ellen Lenders teil und nimm es ernst! Hier wird entschieden, ob du reif genug für ein Auslandspraktikum bist. Du wirst ausführlich über alle Voraussetzungen und Regeln informiert, sodass du dir in Ruhe überlegen kannst, ob es was für dich ist. An diesem Punkt wirst du über den gesamten weiteren Verlauf bescheid wissen.

 

Damit möchte ich diese Blog-Serie schließen. Es hat mir viel Spaß gemacht, euch von meinen Erlebnissen zu berichten und ich hoffe, dass ich euch eine Vorstellung davon geben konnte, wie man sich als MaTSE ein Auslandspraktikum gestalten kann. Ich finde das Projekt „lift“ und das LEONARDO-Programm sollten noch viel mehr verbreitet werden, sodass es für Auszubildende genauso selbstverständlich wird, einen Auslandsaufenthalt zu machen, wie es das bereits für reine Studenten ist.

Macht’s gut,

Olli

Series NavigationAuslandspraktikum als MaTSE – Woche 3: Server hin, Server her